Starke Ideen für Lünen.

Bildung und gerechte Chancen
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ECHT LÜNEN.

SPD-Wahlprogramm 2020

Echte Bildung ein leben lang, Echte Chance für jeden

Eine gute Bildung ist der Schlüssel zu einem guten Leben. Bildung ist deshalb seit jeher das Kernthema unserer Politik. Eine gerechte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist das Ziel sozialdemokratischer Bildungspolitik. Politische Mitgestaltung, Integration in den Arbeitsmarkt und die Entfaltung individueller Fähigkeiten verlangen gute Bildungseinrichtungen.

Für uns ist es nicht hinnehmbar, dass Bildungserfolg nach wie vor auch von sozialer Herkunft abhängig ist. Wir sind überzeugt, dass der Zugang zur Bildung weder durch die soziale oder ethnische Herkunft noch durch das Geschlecht, durch die sexuelle Orientierung oder durch körperliche Beeinträchtigungen bestimmt werden darf – es muss jeder und jedem die gleiche Chance geboten werden. Diese Chancengleichheit steht im Mittelpunkt unserer Politik.

Wir SozialdemokratInnen treten bei der Gestaltung der Bildungslandschaft für Chancengleichheit und gemeinsames Lernen ein. Dies beginnt in den Kindertageseinrichtungen, setzt sich im Schulsystem fort, umfasst auch die berufliche Bildung und die Weiterbildungsangebote sowie die Hochschuleinrichtungen. Wir wollen die bestmögliche Bildung für alle Kinder und Jugendlichen gemäß ihrer individuellen Fähigkeiten.

ECHTE KINDERBETREUUNG UND FRÜHE FÖRDERUNG IN KITAS

Kindertageseinrichtungen dienen nicht nur der Betreuung, sie fördern auch die Entwicklung der Kinder – körperlich, geistig, emotional und sozial. Je früher sie beginnt, desto nachhaltiger ist sie. Je früher Defizite erkannt werden, desto wirkungsvoller können sie beseitigt werden.

Deshalb möchten wir SozialdemokratInnen die Kita-Plätze kontinuierlich ausbauen. Alle Kinder ab drei Jahren mit einem Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz, müssen einen Kita-Platz erhalten. Es bleibt zudem bei unserem Grundsatz: kurze Beine, kurze Wege. Die Versorgungsquote für Kinder unter drei Jahren beträgt derzeit 42 %. Wir wollen sie kurzfristig auf mindestens 51 % und langfristig bedarfsdeckend ausbauen. Wir machen uns zudem für die Einrichtung von Betriebskindergärten stark, damit Arbeitsplätze attraktiver werden. Dafür soll in der Verwaltung eine Kontaktstelle als zentraler Informationspunkt für interessierte Betriebe zur Abstimmung notwendiger Logistik sowie möglicher Förderungen benannt werden, über den darüber hinaus bei den in Betracht kommenden Unternehmen / Unternehmensgemeinschaften aktiv Werbung für die Einrichtung gemacht wird.

Die Betreuungszeiten für Kinder entsprechen nicht immer den Arbeitszeiten der Eltern. Wir unterstützen das Programm KitaPlus. Flexible Randzeiten erleichtern es den Eltern, Familie und Beruf zu vereinbaren. Wir setzen uns dafür ein, dass mehrere Kitas frühmorgens und spätabends geöffnet sind, um wohnortnahe Angebote zu gewährleisten. Auch in den Ferien sind Betreuungsangebote erforderlich.

ECHTE GANZTAGSKULTUR

Unsere Offenen Ganztagsschulen erfüllen pädagogische Aufgaben und sollen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Die aus der Kita in die Grundschule wechselnden Kinder und ihre Eltern erwarten deshalb ein Ganztagssystem. Wir streben bis 2030 eine Verdopplung der Versorgungsquote an unseren Offenen Ganztagsschulen auf 70 % an. Außerdem wollen wir die Qualitätsstandards mit den beteiligten MitarbeiterInnen sichern.

Wir möchten mit Zustimmung der Eltern an einer Grundschule den gebundenen Ganztag einführen (eine Grundschule, an der alle SchülerInnen verpflichtet sind, an drei Wochentagen mit jeweils sieben Zeitstunden an den ganztägigen Angeboten teilzunehmen), damit alle Kinder – mit unterschiedlicher Herkunft – gemeinsam lernen und leben. Bei positiven Erfahrungen und auf Wunsch der Eltern möchten wir diesen Bereich ausbauen.

ECHTE ENTLASTUNG FÜR FAMILIEN UND KINDER

Weil schulischer Erfolg in Deutschland stark vom Einkommen der Eltern abhängt, streben wir ein beitragsfreies Bildungssystem an. Solange wir Beiträge für Kitas und Offene Ganztagsschulen nehmen müssen, wollen wir Elternbeiträge sukzessive reduzieren und vor allem untere Einkommensgruppen entlasten.

Es gilt auch hier für uns der Grundsatz: kurze Beine, kurze Wege. Wir halten die vorhandenen zehn Grundschulen mit zwei Teilstandorten in Gahmen und Niederaden für notwendig, um ein wohnortnahes Angebot zu garantieren.

ECHT GUTE AUSSTATTUNG

Wir SozialdemokratInnen wollen die Schulstandorte weiter stärken, indem wir kontinuierlich in die räumliche und sachliche Ausstattung investieren. Wir müssen Schulen mit der jeweils modernsten Informationstechnologie ausstatten. Dazu gehören WLAN und Touchscreens in möglichst allen Klassenräumen. Die während der Corona-Pandemie erfolgten bzw. angekündigten Hilfspakete müssen umgesetzt werden.

Die Digitalisierung wird in Zukunft Gesellschaft und Arbeit massiv mitbestimmen. Dafür müssen wir die junge wie die alte Generation fit machen – sowohl technologisch als auch medienkritisch. Deshalb sollen mit allen beteiligten Akteuren verbindliche Standards erarbeitet und beschlossen werden. Wir werden mehr Personal einstellen, das die schulische Informationstechnologie betreut, damit ihre Nutzung verlässlich und dauerhaft gewährleistet wird.

ECHT VIEL RAUM ZUM LERNEN

Wir haben den Neubau zweier Grundschulen, der Osterfeld- und der Leoschule, und den Neubau der Realschule Altlünen mit insgesamt 35 Million Euro auf den Weg gebracht. Die Neubauten waren aus pädagogischen Gründen notwendig, weil wir uns für das gemeinsame Lernen und für die Förderung aller SchülerInnen einsetzen.

Wir wollen schulische Räume schaffen, wo Räume knapp sind oder wo ein besonderes pädagogisches Profil Räume erfordert (z.B. Musikpavillon der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule).

An der Realschule Brambauer errichten wir einen Erweiterungsbau mit neuen, modernen Toilettenanlagen. Wir bauen für die Nebenstelle der Overbergschule in Gahmen und für die Heinrich-Bußmann-Schule neue Sporthallen, weil die bestehenden Hallen dringend sanierungsbedürftig sind. Für die weiteren „alten“ Schulgebäude im Stadtgebiet wünschen wir uns eine durch ZGL erstellte Bestandsanalyse, um auch diese in den kommenden Jahren sukzessive zu ertüchtigen, wo erforderlich auch zu erneuern.

Wir sanieren kontinuierlich alle Schulgebäude unter energetischen Gesichtspunkten. Damit schonen wir unser Klima und unsere Finanzen. Bei allen Schulbaumaßnahmen ist Barrierefreiheit für uns eine Selbstverständlichkeit.

ECHTES GEMEINSAMES LERNEN, ECHTE LERNZEIT AN ALLEN SCHULEN

An Lüner Schulen lernen Kinder und Jugendliche mit sehr unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen. Inklusion und Kinder mit fehlenden oder geringen Deutschkenntnissen sind erhebliche Herausforderungen  für LehrerInnen. Wir möchten, dass alle Schulen sich am Leitbild des Gemeinsamen Lernens orientieren und streben eine gerechte Verteilung der SchülerInnen mit besonderem Förderbedarf an.      

Schulen mit besonderen Herausforderungen möchten wir im Rahmen kommunaler Möglichkeiten helfen. Wir haben für vier Grundschulen (Overberg-, Osterfeld-, Viktoria- und Wittekindschule) die Größe von Eingangsklassen verringert. Wir möchten Schulhelfer einstellen. Darunter verstehen wir zusätzliche Kräfte innerhalb der Klasse, die nicht als Lehrperson tätig werden. Vielmehr bieten sie zusätzliche Unterstützung für einzelne SchülerInnen, die gezielte Förderungen im sozial-emotionalen Bereich benötigen. Es entsteht so für alle SchülerInnen viel mehr ECHTE LERNZEIT.

Den Einsatz von SchulsozialarbeiterInnen wollen wir – wenn nötig auch mit einem kommunalen Anteil – sichern, damit wir in den vielen schwierigen Situationen an unseren Grundschulen Hilfen anbieten können.

ECHTES LEBENSLANGES LERNEN – MIT SPRACHE UND MUSIK

Ob Beruf, Hobby, Gesundheit oder politische Bildung – lebenslanges Lernen ist ohne die Volkshochschule undenkbar. Die VHS ist zentrale Anlaufstelle für vielfältige Bildungsangebote in Lünen. Wir wollen weiter ausreichend Personal zur Verfügung stellen. Räume vor Ort in einer dezentralen Struktur müssen für alle Interessenten zugänglich sein.

Bei der Vermittlung von Sprachkenntnissen für Geflüchtete spielt die VHS eine wichtige Rolle. Für ihre Integration ist eine ausreichende Anzahl von Sprachkursen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen notwendig. Schulabschlüsse an der VHS sind für Jugendliche eine wichtige zweite Chance.

Musik ist für die kindliche Entwicklung von außerordentlicher Bedeutung. Sie stärkt Konzentration, Gedächtnis, erfordert Fleiß und macht Spaß. Wir wollen das schulische Angebot der Musikschule sichern und darüber hinaus die personellen und sachlichen Voraussetzungen bereitstellen, um neue Aufgaben anzugehen und neue Interessenten – z.B. SeniorInnen – zu gewinnen.

Die Musikschule muss gestärkt und die Arbeitsbereiche erweitert werden. Es gilt neue Betätigungsfelder im Bereich der Kitas, der Senioren- und Behindertenarbeit zu entwickeln. Das Angebot für Erwachsene muss durch attraktive Entgelte und neue Projekte, Kurse und Workshops neu aufgestellt werden.

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